Zubehör

Trotz umfassender Serienausstattung der Kuh habe auch ich an meinem Spielmobil einige Ergänzungen durchgeführt, um die Tourentauglichkeit meines roten Schnabeltiers zu optimieren. Einige Extras waren bereits ab Werk vorhanden bzw. wurden von den Vorbesitzern montiert. Andere wurden von mir vorgenommen.

Tankrucksack

Aus packtechnischen Erwägungen ist ein Tankrucksack sehr praktisch. Regenkombi, Kamera, Thermosflasche und diverser Kleinkram sind im Tankrucksack sicher verstaut und die Koffer müssen nicht auf jede Tagestour mitgenommen werden. Nachteilig ist aber das lästige, F650GS Fahrern ja völlig unbekannte (seid froh!) Gefummel beim Tanken. Was der großen GS fehlt, ist ein kleines Staufach unter dem Soziussitz.


Touratech Tankrucksack; Bild: Michael Panitzki


BMW Tankrucksack; Bild: Michael Panitzki

Meinen ersten Tankrucksack habe ich mittlerweile verkauft. Das recht große Touratech-Modell war dem GPS-Gerät im Weg und das Tanken war mehr als umständlich. Nach langem Überlegen bin ich jetzt auf den BMW-Tankrucksack umgestiegen. Er ist zwar ein ganzes Stück kleiner, dafür lässt er sich im Nu montieren, ist dem GPS-Gerät nicht im Weg und passt wie angegossen. Auch das Tanken geht jetzt schneller von der Hand. Ein Nachteil ist das schmale Kartenfach. Dafür kann man es umdrehen. Vielleicht lässt sich der Zubehörhandel ja noch etwas einfallen.

Koffer

Um volle Tourentauglichkeit zu erreichen, habe ich mir nach langen Überlegungen nun doch die BMW-Koffer zugelegt. Die original BMW-Träger waren bereits vorhanden. Die Koffer sind etwas zerklüftet. Aber es geht genug rein. Dafür sehen sie wesentlich besser aus als Aluboxen, die jedes Mopped in einen Möbelwagen verwandeln.


BMW-Koffer; Bild: Michael Panitzki

Neben den optisch gelungenen, aber packtechnisch etwas unpraktischen BMW-Koffern auf der einen Seite und den monströsen, aber ungemein praktischen Aluboxen auf der anderen sind die 2003 von Hepco & Becker vorgestellten Koffer der Gobi-Serie m.E. ein gelungener Kompromiss. Der Gobi ist ein praktischer Toploader mit vollkommen rechtwinkligen Innenmaßen. Die grauen Koffer bestehen aus extrem stabilem Kunststoff. Der bei Aluminiumboxen unvermeidbare Metallabrieb ist somit kein Problem mehr. In der Doppelwand lässt sich zusätzlich pro Koffer 3 Liter Flüssigkeit mitführen. Leider sind die zur Befestigung erforderlichen H&B-Kofferhalter lange nicht so unauffällig wie die BMW-Kofferhalter. Preislich bewegt sich der Gobi auf dem Niveau qualitativ hochwertiger Alukoffer.

Topcase

Das Topcase Hepco & Becker Junior TC 45S hatte ich bereits für meine frühere Bandit gekauft und es hat sich gut bewährt. Es ist absolut wasserdicht und nimmt zwei Integralhelme problemlos auf.


Hepco & Becker Topcase; Bild: Michael Panitzki


Hepco & Becker Topcase; Bild: Michael Panitzki

Den zugehörigen Träger gibt es in "silber eloxiert" (früher nur "schwarz" und "chrom"), was farblich wesentlich besser zur GS passt. Der Träger wird anstelle des vorher zu entfernenden Haltegriffs angeschraubt.


Hepco & Becker Topcaseträger; Bild: Michael Panitzki

Windschild

Das serienmäßige Windschild der R850/1100GS ist nicht wirklich effektiv. Bis zu einer Geschwindigkeit von 110 - 120 km/h macht die Scheibe ihren Job m.E. zwar recht gut, darüber wird es jedoch unangenehm. Bei größeren Fahrern steht der Kopf dann mitten im Luftstrom. Der große Abstand zwischen Scheibe und Fahrer sorgt zudem für Verwirbelungen - bei kleineren Fahrern im Kopfbereich - die auf Dauer nicht nur unangenehm, sondern auch laut sind. Das Problem mit dem Windschild wurde auch bei der R1150GS nicht wirklich behoben. Die Zubehörindustrie bietet mittlerweile unzählige Alternativen.

Recht effektiv soll die MRA-Varioscreen sein. Optisch überzeugend finde ich dieses Monster von Scheibe jedoch nicht. Auch die übrigen Scheiben empfinde ich als optisch eher störend. Die Preise sind zudem durchweg ziemlich happig. Als kostengünstige Alternative bietet Touratech einen kleinen Spoiler an, der einfach auf die Oberkante der Originalscheibe gesteckt wird. Vielleicht ist das eine brauchbare Lösung. Ich habe es jedoch noch nicht probiert.

Der andere Weg ist die Kürzung der Originalscheibe. Dadurch steht dann zwar auch der Oberkörper im Luftstrom, die lästigen Verwirbelungen werden jedoch stark reduziert. Wer nur selten mit Höchstgeschwindigkeit über die Bahn brettert, für den ist dies vielleicht eine reelle Alternative. Es kommt auf einen Versuch an.


Durchsichtige Serienscheibe; Bild: Michael Panitzki

Wer mit der Funktion der Serienscheibe zufrieden ist, nicht aber mit der rauchschwarzen Farbe, dem bietet sich neben einer neuen Lackierung eine weitere Alternative. In den USA wird bei der GS aus zulassungsrechtlichen Gründen anstelle der rauchschwarzen Windschutzscheibe eine ansonsten baugleiche klare Scheibe angebaut. Die klare Scheibe kann auch in Deutschland als Zubehör unter der Mat.-Nr.: 46 63 2 313 257 bei jedem BMW-Händler bezogen werden.

Touratech Kotflügel

Der Vorbesitzer meiner schwarzen GS hatte den Serienkotflügel durch einen sog. Rallye-Kotflügel von Touratech ersetzt. Dieser orientiert sich optisch sehr stark am Serienkotflügel des Modelljahrgangs 1994. Die Optik kann als durchaus gelungen bezeichnet werden und steht in keinem Vergleich mit der sonst verbauten Banane. Mit der Funktion ist es allerdings nicht so gut bestellt. Bedingt durch das vorne kürzere Schutzblech wird auf Pisten nicht genügend Staub aufgefangen. Dieser zieht dann zwischen Ölkühler und Tank hindurch in den Cockpitbereich genau ins Gesicht. Außerdem werden die unter dem Tank befindlichen Aggregate und Stecker unnötig verdreckt. Fazit: Ein zugegeben schönes Designerteil mit unzureichenden funktionalen Qualitäten. Warum das Teil Rallye-Kotflügel heißt ist mir schleierhaft.


Touratech Rallye-Kotflügel; Bild: Michael Panitzki

Witec-Motorschutz

Beim Kauf meiner schwarzen GS war anstelle des Standard-Motorschutzes der Witec-Motorschutz montiert. Dieser besteht anstatt aus dünnem Stahlblech aus 4 mm starken Aluplatten. Optik und Schutzfunktion sind erstklassig. Die Demontage zwecks Ölwechsel und die anschließende Montage ist allerdings sehr umständlich.


Witec-Motorschutz; Bild: Michael Panitzki

Touratech Doppelscheinwerfer

Beim Kauf war meine schwarze GS mit einem Doppelscheinwerfer von Touratech ausgestattet. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fand ich diesen optisch sehr gelungen. Meine Kuh sah halt ein klein wenig anders aus als die meisten anderen Kühe. Nach der ersten Nachtfahrt über Land - in der Stadt merkt man das nämlich nicht so schnell - machte sich aber Ernüchterung breit. Der Doppelscheinwerfer hat die Bezeichnung Scheinwerfer wirklich nicht verdient und doppelt schon gar nicht. Die Funzel ist einfach nur eine Zumutung. Ich habe jetzt wieder den bekannten und leider nicht so gut aussehenden Rechteckscheinwerfer montiert. Dieser wird übrigens nicht, wie oft behauptet, in Omnibussen benutzt, sondern in den alten Mainzer Straßenbahnen.


Touratech Doppelscheinwerfer; Bild: Michael Panitzki


BMW-Rechteckscheinwerfer; Bild: Michael Panitzki

GPS-Halter

Für mein Garmin GPS eTrex Summit habe ich im Sommer 2001 einen GPS Halter montiert. Hersteller ist Touratech. Der Bezug bei designierten GPS Fachhändlern kann aber günstiger sein. Der Halter ist an der linken Seite der Querstrebe montiert. Der Tankrucksack behindert die Sicht auf das Gerät etwas. Mir ist aber bis jetzt noch nichts Besseres eingefallen.

Eine Alternative ist der Fahrrdhalter für das Garmin eTrex Summit. Damit kann das GPS weiter außen am Lenker montiert werden. Die Vibrationsentkopplung wird zwar nicht so gut sein wie mit dem Touratech-Halter, wer nicht ferade ständig über Stock und Stein fährt, der wird damit aber zurecht kommen.


Touratech GPS-Halter; Bild: Michael Panitzki


GPS-Fahrradhalter; Bild: Michael Panitzki

Kartenhalter

Ist man ohne Tankrucksack unterwegs, möchte aber trotzdem eine Karte mitnehmen, so leistet eine an die Lenkerquerstrebe montierte Kartentasche gute Dienste. Die u.a. über Touratech zu beziehende Kartentasche wird einfach an zwei mit Kabelbindern an die Lenkerquerstrebe montierte Riemenverschlüsse geclipt. Eigentlich soll die Karte auf der Querstrebe liegen. Den Verwirbelungen hinter der GS-Scheibe sei Dank klappt die Karte dann aber bei höheren Geschwindigkeiten hoch. Um dies zu vermeiden, klemme ich die Karte daher unter die Strebe. Das behindert die freie Sicht auf die Karte zwar ein wenig, ist aber in diesem Fall das kleinere Übel.


GPS mit Karte; Bild: Michael Panitzki


Kartenhalter; Bild: Michael Panitzki

Zusatzsteckdose

Um mein GPS-Gerät mit Strom zu versorgen habe ich eine Zusatzsteckdose montiert. Diese ist unterhalb des linken Cockpitbereichs unterhalb des Schalters für die Heizgriffe angebracht. Während die Steckdose selbst in einen Plexiglasstreifen geschraubt ist, ist das Plexiglasstück an die linke Unterseite des Instrumententrägers im Cockpit geschraubt. Für den elektrischen Anschluss bietet sich die für die optional erhältliche Diebstahlwarnanlage vorgesehene Stecker an. Dieser befindet sich unter dem Tank kurz hinter dem Lenkkopflager. Da dieser logischerweise 12 V liefert, das Garmin eTrex aber 3 V benötigt, musste ein Spannungswandler installiert werden. Touratech bietet einen sehr Platz sparend konstruierten, aber auch sündhaft teuren Spannungswandler an. Da der Wandler auch ohne Verbraucher Strom zieht, erfolgt der Anschluss sicherheitshalber an geschaltete 12 V, d.h. Strom fließt nur bei eingeschalteter Zündung.

Sitzbank

Hinweis: Die Original-Sitzbänke der R850GS und der R1150GS sind absolut baugleich. Die folgenden Alternativen sind somit auf diese Modelle übertragbar.

Neben dem Windschild ist die Sitzbank meiner R1100GS ein weiterer Punkt, mit dem ich nicht vollkommen zufrieden bin. Die serienmäßige Sitzbank ist zweigeteilt und lässt sich wahlweise in 840 mm oder 860 mm Höhe einbauen. Die Soziussitzbank sitzt etwas höher hinten auf dem Werkzeugfach. Die dadurch entstehende Stufe engt die Bewegungsfreiheit des Fahrers etwas ein. Die Sozia sitzt etwas entkoppelt. Vorteilhaft ist jedoch die Möglichkeit durch entfernen der Rücksitzbank eine große Fläche für Gepäck zur Verfügung zu haben. Die Fahrersitzbank ist auf langen Touren irgendwann durchgesessen. Eine straffere Polsterung ist wünschenswert. Zudem würde ich eine durchgehende Sitzbank bevorzugen. Der einzige Grund weshalb ich noch keine Änderung vorgenommen habe, sind die damit verbundenen Kosten. Der Zubehörmarkt bietet da im wesentlichen zwei Alternativen.

Touratech Sportsitzbank
Die schwäbische Zubehörschmiede Touratech bietet für die GS eine durchgehende Sportsitzbank in drei unterschiedlichen Höhen (830/860/890 mm) und wahlweise zwei Designvarianten. Die Kosten der Touratech Sportsitzbank liegen bei 263,- € für die Standardhöhe (860 mm) und bei 317,- € für die niedrigere bzw. höhere Variante. Die Polsterung ist wesentlich straffer als beim Original. Die Sitzbank ist in der Mitte mit einer steißschonenden Hohlkehle ausgeführt. Insgesamt ist die Bank etwas schmaler als das Original. Dies erleichtert das Fahren im Stehen. Der Vorteil der Touratech-Sitzbank ist der technisch einfache Umbau. Die Sitzbänke werden einfach ausgetauscht. Der hintere Aluminiumgepäckträger und das Werkzeugfach bleiben erhalten.

R1150GS Adventure Sitzbank
Die Sitzbank der R1150GS Adventure lässt sich mit etwas Aufwand auch an die Standard-GS bauen. Hierzu müssen jedoch der Aluminiumgepäckträger, das Werkzeugfach sowie der Schließmechanismus inkl. Schließzylinder entfernt werden und durch die entsprechenden Teile der Adventure ersetzt werden. Hinzu kommen diverse Kleinteile.

Artikel BMW Artikel-Nr. Stück Preis/St. Summe
Preise Stand März 2004
Sitzbank hoch 52 53 7 659 472 1 181,90 € 181,90 €
Alu Gepäckträger 46 54 7 665 802 1 87,70 € 87,70 €
Haltegriff 46 54 7 664 392 1 70,88 € 70,88 €
Träger 52 53 7 664 433 1 35,20 € 35,20 €
Lagerbock 52 53 7 654 284 2 7,20 € 14,40 €
Puffer 16 11 2 323 615 2 2,70 € 5,40 €
Halter 52 53 7 664 291 1 18,10 € 18,10 €
Schloss 51 25 7 653 645 1 23,05 € 23,05 €
    netto (exkl. MwSt) 436,63 €
    brutto (inkl. MwSt.) 506,49 €

Die durchgehende Sitzbank der Adventure ist in zwei Höhen verfügbar. Beide sind höher als die Standard-Sitzbank, straffer gepolstert als diese und etwa genauso breit. Drei Farbvarianten - schwarz, schwarz/gelb und grau/rot stehen zur Auswahl. Das Werkzeugfach entfällt leider. Das Werkzeug findet nun in einer kleinen Werkzeugrolle Platz unter der Sitzbank.Isoliert betrachtet und im Vergleich zur Touratech-Sitzbank ist die Adventure-Lösung eine teure Alternative. Zieht man jedoch die Möglichkeit des Verkaufs der Originalteile in Betracht, so relativiert sich dieser Unterschied schnell. Bei einem Verkauf des Motorrads dürfte die Akzeptanz der Adventure-Sitzbank als original-BMW-Teil größer sein als bei der Touratech-Sitzbank.

Benzinleitungsschnellverschlüsse

Zum schnellen Trennen/Verbinden der Kraftstoffschläuche wurden zwei beidseitig schließende Schnellverschlusskupplungen montiert. Die De-/Montage des Tanks wird so ungemein erleichtert. Die Teile kosten nicht viel und die Montage ist einfach. Danach schlabbert nichts mehr!


Schnellverschlusskupplungen; Bild: Michael Panitzki

Zündkerzendeckel

Bei meiner zweiten Ausfahrt mit meiner ersten GS verabschiedete sich auf einer Holperstrecke mittlerer Kategorie zwischen Engeln und Mayen (Eifel) der Steuerbord-Zündkerzendeckel. Lösung: Zwei Löcher in jeden Deckel bohren, Mini-Kabelbinder hindurch und am Zünkabel befestigen und das Problem ist dauerhaft gelöst. Die Kerzen sind weiterhin ohne umständliche Fummelei zugänglich.


Sicherung der Zündkerzendeckel; Bild: Michael Panitzki

Seitendeckel

Der freiliegende Bremsflüssigkeitsbehälter an der rechten Seite und die freien Kabel an der linken haben mich schon immer ein wenig gestört. Auf dem Touratech Stand auf der Motorräder 2001 in Dortmund konnte ich dann die Seitendeckel mal live und in Farbe begutachten. Zu dem Messe Sonderpreis konnte ich dann auch nicht nein sagen. Bei meiner zweiten, der schwarzen GS waren die Deckel dann bereits beim Kauf vorhanden.


Seitendeckel rot; Bild: Michael Panitzki


Seitendeckel schwarz; Bild: Michael Panitzki

Ölstopfen

Der schönen Optik wegen und auch aus Sicherheitsgründen hatte ich den Originalplastikölstopfen bei der roten GS durch den Stopfen der Firma Boxer-Design ersetzt. Der Alustopfen kann mit dem Zündkerzenschlüssel des Bordwerkzeugs geöffnet werden.

Meine schwarze GS verfügt über einen Alustopfen der Firma Wunderlich. Dieser lässt sich mit Hilfe eines Innensechskants öffnen.

BAEHR Silencer

Seit 2001 fahre ich den Baehr Silencer. Für den Silencer spricht seine erwiesenermaßen geringe Geräuschentwicklung. Noch erfreulicher ist, dass ich meinen langen Kopf und mein Kinn problemlos unterbringen kann. Ist der Helm noch neu, so ist das An- und Ausziehen etwas umständlich. Die Ohren sind immer im Weg. Das wird mit der Zeit aber besser. Bei Regenfahrten neigt das geschlossene Visier zum Beschlagen. Ansonsten bin ich mit dem Helm aber rundherum zufrieden und würde ihn jederzeit wieder kaufen.

Ein interessantes Ausstattungsdetail aller BAEHR-Helme ist die fest eingebaute Hör- und Sprecheinrichtung. Über einen DIN-Stecker kann eine BAEHR-Sprechanlage angeschlossen werden. Wird der Stecker nicht benötigt, so verschwindet er in einer kleinen Tasche seitlich im Polster. Mit wenig Aufwand kann man auch ein Radio oder Walkman an den Helm anschließen. Hierbei ist die Stiftbelegung des DIN-Steckers zu beachten:

Stift 1 = Lautsprecher links
Stift 2 = Masse Lautsprecher
Stift 3 = Mikrofon
Stift 4 = Lautsprecher rechts
Stift 5 = Masse Mikrofon

BMW Rallye

Im Frühling 2002 ersetzte ich meine mittlerweile 6 Jahre alte und sehr mürbe gewordene Hein-Gericke Jacke. Nach intensiven Marktstudien entschied ich mich für die BMW Rallye in rot. Die Jacke ist qualitativ hochwertig verarbeitet. Reißverschlüsse an den Ärmel sowie an Brust und Rücken sorgen für ausreichend Belüftung bei hohen Temperaturen. Serienmäßig ist die Jacke mit Hartprotektoren an Schultern und Ellenbogen ausgestattet. Unter der Jacke trage ich einen Dainese Rückenprotektor. Dem mickrigen nachrüstbaren BMW-Rückenprotektor möchte ich lieber nicht vertrauen müssen. Die Jacke ist nicht wasserdicht. Wasserdicht wird die Jacke erst mit einem optionalen Gore-Tex-Insert. Da ich mit Lederhose fahre und daher bei Regen sowieso den Regenkombi anziehen muss, war das für mich allerdings ohne Belang.

Jacke BMW Rallye; Bild: BMW

An der Ahr; Bild: Andreas Oos

Insgesamt bin ich mit der Jacke trotz des hohen Preises sehr zufrieden. BMW gehört zu den wenigen Anbietern, die Bekleidung in schmalen und langen Größen anbieten. In Größe 98 sitzt die Jacke bestens und ist saubequem. In den Taschen lässt sich der notwendige Kleinkram, d.h. Geld, Papiere, Schlüssel Mobiltelefon verstauen. Bei hohen Temperaturen sind die offenen Reißverschlüsse ein wahrer Genuss und man kocht nicht im eigenen Saft. Bei kühler Witterung ziehe ich einfach einen Fliespulli drunter. Ein Windstopper-Shirt unter der Jacke macht auch niedrigere Temperaturen erträglich. Die Jacke kann problemlos mit Feinwaschmittel bei 30o im Schongang gewaschen werden.

Text: Michael Panitzki, Bilder: Michael Panitzki oder wie angegeben