Einzylinder GS

Zur Abrundung des Produktportfolios nach unten bringt BMW 1993 die F650 auf den Markt. Die F650 ist die erste BMW seit 1966 mit Einzylindermotor und die erste überhaupt mit Kette. Seit 2000 offiziell als GS bezeichnet setzt sich die F650 schnell durch. Das geringe Gewicht macht die 2000 vorgestellte F650GS Dakar bis zum Erscheinen des radikalen Crossers G450X im Jahre 2008 für lange Zeit zum geländetauglichsten Eintopf von BMW.

F650 (1993-1996)
1993 überrascht BMW mit einer neuen Enduro. Erstmals seit 1966 verfügt eine BMW wieder über einen Einzylindermotor. Der Endantrieb erfolgt erstmals in der BMW Geschichte über eine O-Ring-Kette. Montiert wird nicht in Berlin, sondern bei Aprilia in Italien. Von vielen BMW-Fundis nie als echte BMW akkzeptiert, kann sich die F650 aber trotzdem schnell etablieren.

 

F650 (1996-1999)
Drei Jahre später änderte BMW das Design. Ansonsten bleib alles beim Alten. Das Aggregat leistet weiterhin 48 PS bei 6500 U/min mit einem Drehmoment von 57 Nm bei 5200 U/min. Damit ist die F für 171 km/h gut, ein theoretischer Wert. Die flinke Kurvenhatz macht mit dem 191 kg schweren Gerät mehr Spaß. Besonders Frauen sind von der kleinen Enduro angetan.

 

F650ST (1996-1999)
Zusammen mit der renovierten F650 stellt BMW 1996 die F650ST als reine Straßenvariante der F650 vor. Hauptunterschied zur F650 sind neben anderen Farben, der kürzeren Scheibe und einzelnen Details der Verkleidung das 17" Rad hinten und 18" vorne und dementsprechend niedrigerer Sitzhöhe. Rahmen und Motor sind identisch mit der Funduro.

F650GS (ab 1999)
Als erster Eintopf der Welt verfügt die F650GS über eine Einspritzanlage, G-Kat und ein (optionales) ABS. Der Motor leistet 50 PS bei 6500 U/min. Ein Drehmoment von 60 Nm bei 5000 U/min sorgen für Vortrieb. Das Gewicht liegt vollgetankt bei 201 kg. Ein 19" Vorderrad und ein 17" Hinterrad sorgen in Verbindung mit 170 mm/165 mm Federweg vorne/hinten für Komfort.

 

F650GS Dakar (ab 2000)
Inspiriert durch seine Rallye Erfolge bringt BMW 2000 die F650GS Dakar auf den Markt. Ein 21" Vorderrad und längere Federwege machen die kleine GS neben der 2005 vorgestellten HP2 zur geländetauglichsten BMW überhaupt. Das seit 2002 erhältliche (optionale) ABS und ein geregelter Katalysator sorgen für Sicherheit und Umwelt.

 

G650Xchallenge (ab 2007)
BMW stellt seine bis dato kompromissloseste Geländemaschine vor. Die G650Xchallenge setzt auf den bewährten 650er Motor von Rotax. Eine radikale Abmagerungskur verhalf der Xchallenge jedoch zu fahraktiven 144 kg inkl. ABS. Noch nie war Eintopffahren bei BMW so spannend. Trotz der Geländegene macht die Challenge auch auf der Straße ein gute Figur.

 

G650Xcountry (ab 2007)
Mit der G650Xcountry gelang BMW eine moderne Interpretation des Scramblers. Sie vereint vorzügliche Straßentauglichkeit mit Enduro-typischen Offroad-Fähigkeiten. Freunden des BMW Eintopfs wird hier die vielseitigste Version der G650X geboten. Freunde des entspannten Endurowanderns werden hier auf ihre Kosten kommen.

 

G650Xmoto (ab 2007)
Mit der G650Xmoto trägt BMW dem Trend zu leichten und wendigen Motorrädern im Supermototrimm Rechnung. In der Tat macht die Moto auf kleinen verwinkelten Sträßchen einen Heidenspaß. Dafür sorgen nicht zuletzt die hochwertigen Dämpferkomponenten aus dem Hause Öhlins. Gut aussehen tut sie außerdem.

G450X (ab 2008)
BMW steigt in den Endurosport ein. Nachdem erste Prototypen im harten Wettbewerb getestet wurden, steht die bisher kompromissloseste Geländemaschine, die BMW je gebaut hat ab 2008 bei den Händlern. Diese Maschine ist eine waschechte Hardcore-Enduro für den Wettbewerb. Für die Tour ist dieses Gerät nicht geeignet.

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