Erfahrungen

Pierson, Melissa: Über die Leidenschaft, ein Motorrad zu fahren
München 2000

Erfrischende und wohltuend warmherzige Hommage an eine süchtigmachende Leidenschaft. Gekonnt gelingt es Melissa Pierson eine süchtigmachende Leidenschaft sowohl in ihrer Besonderheit als auch in seiner Alltäglichkeit mit warmen, persönlichen Worten und erfrischend normal zu beschreiben. Jeder, der gerne Motorrad fährt, egal ob auf großer Tour, der Rennpiste oder bloß bis zur nächsten Eisdiele, kennt das Gefühl von Freiheit und Furcht, Rastlosigkeit und innerem Frieden. Melissa Pierson faßt dies auf eindrucksvolle Weise in Worte.

Holfelder, Moritz: Kleine Philosophie der Passionen-Motorrad fahren
München 2000

»Ein Motorrad ist kein Fun-Gerät, auch wenn es einige Marketingstrategen als solches verkaufen wollen. Als Projektion unerfüllter Wünsche. Meine persönliche Traummaschine ist die, mit der ich meine Träume bereits wahr gemacht habe. Sie steht vor meiner Tür und sagt: Ich bin das Motorrad, das du suchst. Die Schrammen und der Dreck erzählen von meinen Fahrten, aber auch von Verletzlichkeit und Vergänglichkeit.« Moritz Holfelder

Barger, Ralph "Sonny": Hell´s Angel - mein Leben
Hamburg 2001

Rücksichtslos und völlig frei von sogenannter "political correctness" berichtet Sonny Barger, Gründungsmitglied und langjähriger Präsident der Oakland Hell´s Angels über die 40 jährige Geschichte des wohl bekanntesten Motorradclubs der Welt. Die Freimütigkeit, Unverfrorenheit und Brutalität von Sonnys Schilderungen gepaart mit seinem knappen und sachlichen Erzählstil verleihen dem Ganzen bisweilen eine Komik à la "Pulp Fiction". Nur hier handelt es sich nicht um Fiktion sondern um Tatsachen aus erster Hand! Einzig die vielen Zeitsprünge machen das Lesen ein wenig anstrengend.

Pirsig, Robert M. : Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten
Frankfurt 1978

Angeblich soll dieses Buch ein absolutes Muß für jeden Motorradfahrer sein. Angeblich bietet dieses Buch darüber hinaus auch noch eine andere, ernsthaftere Alternative zum materiellen Erfolg an. Weder das eine noch das andere kann ich an diesem Buch finden. Die Protagonisten sind zwar Motorradfahrer. Diese Tatsache ist aber weder für den Handlungsverlauf noch für die philosophischen Betrachtungen zwingend erforderlich. Was bleibt ist ein blasser "Roadmovie" ohne große Höhen und Tiefen.