Baisse d'Ourne
Land:

Region: Seealpen
Höhe:

2028 m

Position:

44 05,544 N
007 31.211 E

max. Steigung:

10 %

von: Tende
nach: Col de Tende
Wintersperre: -
Maut: -
Denzel: 549
Schwierigkeit: SG 3-4

noch nicht gefahren

Von der malerischen französischen Ortschaft Tende im Roya-Tal führt ein Weg über die Baisse d'Ourne (2040 m) am ebenfalls anfahrbaren Mont Agnelet (2201 m) vorbei zur Baisse de Peyrefique (2028 m) und weiter zum Col de Tende (1871 m). Die Straße ist bis auf den untern Abschnitt nicht asphaltiert. Die Piste ist ausreichend breit ausgebaut und lässt sich gut befahren. Alternativ lässt sich der Pass auch von St. Dalmas-de-Tende aus durch das Vallon de la Minière anfahren. Diese Straße ist bis zur Ortschaft Casterino durchgehend asphaltiert. Von Casterino führt dann eine geschotterte Piste weiter. Es geht vorbei an einem Wasserfall und durch einen Tunnel. Am Pass mündet die Straße dann auf die von Tende kommende Piste. Wer den fahrerischen Kick sucht, der überquere am Ortsrand von Casterino die kleine Brücke und folge dem Weg in nordöstliche Richtung. Der dann folgende, schmale und holprige Hohlweg führt direkt zum Pass. Von dort führt die Piste dann am Fort Marguerie (1850 m) vorbei zur Südrampe der alten Tende-Passstraße.

Die Piste wird bisweilen in einzelnen Beschreibungen als westliche Fortsetzung der Ligurischen Grenzkammstraße betrachtet. Dies mag geografisch legitim erscheinen, ist jedoch irreführend. Der Weg über die Baisse d'Ourne und die Baisse de Peyrefique hat mit der Ligurischen Grenzkammstraße historisch nichts zu tun. Die Piste diente einst der Versorgung von drei ehemals italienischen, im 19. Jahrhundert westlich des Col de Tende erbauten Forts. Die italienisch/französische Grenze verlief seinerzeit weiter südlich bei Tende. Während das Fort Marguerie (1850 m) unmittelbar am Weg liegt, sind die weiter westlich auf dem Grenzkamm thronenden Forts Penante (2119 m) und Giaure (2254 m) nur zu Fuß erreichbar. Zahlreiche Bunker und andere Stellungen liegen versteckt am Wegesrand. Östlich des Col de Tende liegen die zugehörigen Kasernenanlagen und weitere drei Festungen. Die Forts Central (1900 m), Tabourde (1982 m) und Pépin (2270 m) können alle angefahren werden. Die Festungen bieten neben den landschaftlichen Ausblicken einen guten Einblick in die französische Festungsarchitektur des späten 19. Jahrhunderts. Die Bunkeranlagen stammen dagegen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

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